bedürfnisse dementiell eingeschränkter Menschen

Eine typische Verhaltensweise von an Demenz Erkrankten ist ein Drang zum „Weg- bzw. Hinlaufen“. Durch den Verlust der Orientierungsfähigkeit, der oft mit körperlichen Einschränkungen einhergeht, brauchen die Bewohnerinnen und Bewohner Unterstützung und ein geeignetes Umfeld.

Das Dorf als Quartier und gelebte Nachbarschaft ermöglicht seinen Bewohnerinnen und Bewohnern Bewegungsfreiheit und Sicherheit. Sie können auf dem weitläufigen Gelände in sicherer Umgebung ihren Bewegungsdrang ausleben, ohne das Gefühl zu haben, eingegrenzt zu sein.

Der  Verlauf  der  Demenz  ist  oftmals  durch  den  Verlust  motorischer  und  verbaler Fähigkeiten bis zur Immobilität gekennzeichnet. Ein wichtiger Schwerpunkt im Bereich Pflege, Betreuung und Begleitung der Bewohnerinnen und Bewohner ist eine feste Tagesstruktur, die den Menschen Sicherheit vermittelt und Freiräume für Individualität gewährt.

Ritualisierte Abläufe sind das Fundament für den Aufbau von Vertrauen und den
Abbau von Ängsten. Kontinuität verstärkt hierbei das Sicherheitsgefühl. Durch die gemeinsamen hauswirtschaftlichen Tätigkeiten, zum Beispiel über den Duft von gebackenen Kuchen, Kaffee usw. werden Erinnerungen geweckt und das Gefühl der Geborgenheit erzeugt.

Da die Bewohnerinnen und Bewohner sich in ihrer eigenen Realität befinden, wird die  Kommunikation  nach  dem  Prinzip  der  Validation  (Menschen  dort  begegnen/abholen, wo sie gerade stehen) geführt. Aktuelle Gefühle und Antriebe werden benannt und wertschätzend bestätigt. Durch diese Umgangsform erfahren die Menschen eine Beruhigung und spüren die persönliche Zuwendung.

Zur besseren Wahrnehmung des eigenen Körpers, sowie zur Unterstützung einer entspannten Atmosphäre wird die Methodik der sinnesanregenden basalen Stimulation angewandt. 

Wir folgen der wissenschaftlichen Erkenntnis, dass  sich durch die individuelle und sensible Herausforderung der Menschen zu sinnstiftenden Tätigkeiten der Verlauf der Demenzerkrankung wesentlich verzögert.

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